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Privilegium sculteti in villa Lanken Schlochau 2. Nov. 1598. Stanislaus von Latalitz Graff zu Labischin, auff Schlochaw Königlicher Hauptman. Fuegen allen und ieden, wes standes, wesens oder Condition die sein, denen hieran gelegenn, in sonderheit aber nach Gottes willen in dieser Haubtmanschaft Uns succedirenden Haubtleuten, mit diesem offnen brieve zu wißen: Das die arbeitsamen Martin Koneffke und Andres Kumißke im Newen Dorffe Lancken, zum Königligen Hause Schlochaw gehörigk, sechs Schultzenhuben, deren auff ieden drey kommen, sembtlich umb zwehundert thaler Pre(u)sischer wehrunge angenommen: welchs kauffgeldt sie vollenkömlich an guter gangkgeber müntze aufm Königlichen Hause bahr erleget haben. Darauf wir demnach im Namen Königlicher May(este)tt Unsers allergnädigsten Herrn, und krafft dieses Privilegii oberwenten beiden Schultzen, so woll auch ihren kindern und kindeskindern, die sechs Huben ubergeben und verschreiben, mit allen und ieden ihren Zubehörungen, nützungen und gerechtigkeiten, wie die immer genandt werden mögen; in sonderheit auch mit notturfftigen Wiesen uber der Zarne, wor es ihnen angewiesen, so weit und breitt, als dieselben Huben undt wiesen in ihrer circumferentz und umbkreis gelegen sein, zu besitzen, genießen und gebrauchen nach bestem ihrem nutz, frommen und wollgefallen. Auch sollen sie hieneben mit der freyheit volnkömlich versehen sein, welche die andern Schultzen in diesem gebiete haben. Ausdrucklich aber sollen sie haben den dritten theil vom gerichte und den dritten theil an den Krügen, die andern zwo theile aber zu Schloße der Obrigkeitt trewlich und mit gutem glauben einbrengen und uberantworten. So geben Wir ihnen auch ferner aus gnaden freye fischerey im Sehe Lancken mit einer samenden kleppe und kleinem gezeuge, zu ihres tisches notturfft. Darentkegen sollen sie in dem obgedochten Dorffe zwe und dreißigk Huben mit guten einlendischen leuten zu besetzen verpflichtet sein: welche leute neben auch ihnen, von Sanct Martini tage anzufangen in diesem acht und neuntzigsten Jare, acht umbgehende Jare frey sein sollen aller und ieden Pflichte, dienste und burden. Nach ausgange aber der acht freyen Jahre sollen die Schultzen verbunden sein, alls dasjenige zu thun und zu leisten, was von den andern Schultzen dieses gebiets dem Koniglichen Hause nach alter pflichtiger gewonheit getan und geleistett wirdt. Die Paursleute aber sollen jar-jerlich von einer iglichen Huben, so besetzt ist, vier gulden Preußischer Müntze und wehrunge dem Königlichen Hause endtrichten. Und daneben in der erndte drey tage scharwercken. Hiemit also aller andern Dienste und bürden gentzlich gefreyet und endtlastett sein. Endtlich so sollen auch sie zu erhaltunge des Pfarrern zwo Pfarrhuben zu dem Dorffe haben. Dieselbe auch gleichsfals hiemit verschreiben. Alles krafft dieses Unsers Privilegii. Welchs wir zu mehrer versicherunge mit Unserm Grefligen angebornen Pitzschafft bekrefftigen lasshen. Geben und verschrieben auf dem Koniglichen Hause Schlochaw am andern tage des Monatz Novembris anno Eintausent Funffhundert acht und neuntzigk. Sigillum pensile Domini Capitanei. Die Zarne (hodie Zahne) i. e. czarna (woda, rzeka) oritur in provincia Pomerana prope villam Falkenhagen; ex ea oppidum Hammerstein in polonico idiomate nomen Czarne sortitum est. ¬ród³o: Paul Panske: Documenta capitaneatus Slochoviensis (1471-1770). Toruñ 1935, s. 50-51. ^ do góry ^ |
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