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Texte

Der Herr über Leben und Tod hat unseren lieben Mitbruder, Hochw. Herrn

P. Alois Michalke S.A.C.

am 26. Mai 1989 plötzlich zu sich gerufen.

P. Michalke wurde am 13. 12. 1908 in Steinforth/Pommern, Diözese Schneidemühl, geboren. Seine Eltern waren einfache Bauersleute, geprägt von einer tiefen Religiosität, in der auch unser Mitbruder erzogen wurde. Vom 6.-14. Lebensjahr besuchte er die einklassige Volksschule in Steinforth. Nach der Schulzeit war er bis zu seinem 23. Lebensjahr in der Landwirtschaft seines Vaters tätig. Er besuchte zwei Winterhalbjahre die Landwirtschaftsschule in Schlochau. In all den Jahren trug er den Wunsch in sich, Priester zu werden. Im Oktober 1931 begann er mit Privatstunden sich auf die Aufnahme in ein Gymnasium vorzubereiten. Diese Aufgabe übernahm sein Vikar Austermann aus Flötenstein Kr. Schlochau. Dieser empfahl ihn auch unserer Gemeinschaft. 1932 wurde er in Freising aufgenommen, um 1937 in Schönstatt sein Gymnasialstudium abzuschließen.

In seinem Gesuch um Aufnahme schreibt P. Michalke: "Ich will in die Gemeinschaft der Pallottiner aufgenommen werden, um im Dienste Gottes an der Selbstheiligung und am Heil der unsterblichen Seelen zu arbeiten. Ich verspreche ein demütiger, frommer, seeleneifriger und treuer Priester zu werden." Wer P. Michalke kannte, weiß, daß er sein Versprechen eingelöst hat.

Am 1. Mai 1937 wurde er in Olpe eingekleidet. Am 1. Mai 1939 legte er seine 1. Profeß ab. 1940 wurde er zur Wehrmacht einberufen und verbrachte die meiste Zeit seines Einsatzes in Rußland, wo er auch bis 1948 in Kriegsgefangenschaft war. Am 11. 10. 1949 legte er in Vallendar seine ewige Profeß ab. Am 15. 7. 1951 wurde er in Vallendar zum Priester geweiht.

Nach Beendigung seines Studiums kam er in die Österreichische Regio. Seine Stationen waren als Kaplan: 1952 - 1953 Mühldorf/Ktn., 1953 - 1955 Rangersdorf/Ktn., 1955 - 1965 Winklern-Mörtschach/Ktn., 1965 - 1966 1100 Wien-Friedenskirche, 1966 - 1980 Krankenhausseelsorger im Kaiser-Franz-Joseph-Spital, 1100 Wien. 1980 - bis zu seinem Tod Seelsorger bei den Hedwigschwestern in Unterolberndorf/Post Schleinbach.

Alois Michalke

Alois Michalke

Im Februar dieses Jahres erlitt er einen Herzinfarkt, von dem er sich langsam erholte. Ein plötzliches Herzversagen setzte seinem Leben ein Ende. Morgens las er noch die Hl. Messe. Nach dem Mittagessen pflegte er sein Schläfchen zu machen. Als die Schwestern - denen ich ganz herzlich danken möchte - nach ihm schauten, war er friedlich eingeschlafen. Sein Wunsch, niemandem zur Last zu fallen, wurde ihm erfüllt.

Mit P. Michalke verlieren wir einen selbstlosen Mitbruder. Er war ein großer Marienverehrer. Wir danken unserem Mitbruder für sein Beispiel und seinen Einsatz im Reich Gottes. Gott möge ihm all sein Wirken lohnen.

Wir verabschieden unseren Mitbruder am Donnerstag, dem 1. Juni 1989, um 14.00 Uhr in Unterolberndorf/Post Schleinbach, Bez. Hollabrunn. 14.00 Uhr Aussegnung in der Totenhalle - Überführung in die Kirche mit anschließendem Requiem, hernach Beisetzung im Priestergrab.

Die Priester werden gebeten, Albe und Stola mitzubringen. Ich bitte alle Mitbrüder die vorgesehenen Fürbitten zu verrichten.

P. Ewald Hartmann S.A.C.

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